Genuntersuchungen
𝗛𝗮𝗯𝘁 𝗶𝗵𝗿 𝗲𝘂𝗰𝗵 𝘀𝗰𝗵𝗼𝗻𝗺𝗮𝗹 𝗴𝗲𝗳𝗿𝗮𝗴𝘁, 𝘄𝗲𝗹𝗰𝗵𝗲 𝗚𝗲𝗻𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿𝘀𝘂𝗰𝗵𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗲𝘀 𝗳ür 𝗱𝗲𝗻 𝗔𝘂𝘀𝘁𝗿𝗮𝗹𝗶𝗮𝗻 𝗦𝗵𝗲𝗽𝗵𝗲𝗿𝗱 𝗴𝗶𝗯𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗮𝘀 𝘀𝗶𝗲 ü𝗯𝗲𝗿𝗵𝗮𝘂𝗽𝘁 𝗯𝗲𝗱𝗲𝘂𝘁𝗲𝗻 ?
Ich möchte euch über die möglichen Genuntersuchungen aufklären (hierbei sind die Genuntersuchungen über die Farbpaneele nicht berücksichtigt) welche , gibt es überhaupt, was sagen sie aus ? Bei jedem gilt , es gibt Freie +/+, Träger+/- und betroffene -/- .
𝗠𝗗𝗥𝟭-𝗚𝗲𝗻𝗱𝗲𝗳𝗲𝗸𝘁 (𝗠𝘂𝗹𝘁𝗶-𝗗𝗿𝘂𝗴 𝗥𝗲𝘀𝗶𝘀𝘁𝗮𝗻𝗰𝗲 𝟭)
𝗠𝗗𝗥𝟭-𝗚𝗲𝗻𝗱𝗲𝗳𝗲𝗸𝘁 (𝗠𝘂𝗹𝘁𝗶-𝗗𝗿𝘂𝗴 𝗥𝗲𝘀𝗶𝘀𝘁𝗮𝗻𝗰𝗲 𝟭)
Der MDR1-Gendefekt ist eine genetische Veränderung, die bei zahlreichen Hunderassen vorkommt. Hunde mit dieser Mutation sind besonders empfindlich gegenüber bestimmten Medikamenten wie Ivermectin(zb Wurmmittel) oder Loperamid (bekannt als Imodium). Diese Substanzen können nicht wie bei gesunden Hunden aus dem Gehirn entfernt werden, was zu Vergiftungserscheinungen führt. Symptome reichen von Zittern, Appetitlosigkeit und vermehrtem Speichelfluss bis hin zu Sehstörungen, Koma oder sogar dem Tod. Schon extrem niedrige Mengen – zum Beispiel 1/200 der normalen Dosis – können toxisch wirken.Die Ursache liegt in einem defekten Protein namens P-Glykoprotein, das normalerweise dabei hilft, Wirkstoffe aus dem zentralen Nervensystem zu transportieren. Aufgrund einer Mutation im MDR1-Gen fehlt dieses Protein oder ist funktionslos. Besonders betroffen sind Hunde, die zwei defekte Genkopien (homozygot mutiert)(-/-) tragen. Auch Tiere mit nur einer Kopie (heterozygote Träger (+/-) können empfindlich auf bestimmte Arzneimittel reagieren und die Mutation weitervererben.
Wirkstoffgruppen und Empfehlungen:
𝗚𝗿𝘂𝗽𝗽𝗲 𝗔 – 𝗨𝗻𝗯𝗲𝗱𝗶𝗻𝗴𝘁 𝘃𝗲𝗿𝗺𝗲𝗶𝗱𝗲𝗻 𝗯𝗲𝗶 𝗯𝗲𝘁𝗿𝗼𝗳𝗳𝗲𝗻𝗲𝗻 𝗛𝘂𝗻𝗱𝗲𝗻:
•Antiparasitäre Mittel auf Ivermectin-Basis: z. B. Diapec®, Eqvalan®, Ivomec®
•Doramectin-Präparate: z. B. Dectomax®
•Durchfallmittel mit Loperamid: z. B. Imodium®
•Moxidectin-haltige Entwurmungsmittel: z. B. Cydectin®, Equest®
𝗚𝗿𝘂𝗽𝗽𝗲 𝗕 – 𝗡𝘂𝗿 𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿 𝘁𝗶𝗲𝗿ä𝗿𝘇𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗞𝗼𝗻𝘁𝗿𝗼𝗹𝗹𝗲 𝗮𝗻𝘄𝗲𝗻𝗱𝗲𝗻:
•Zytostatika: z. B. Vincristin, Doxorubicin
•Immunsuppressiva: Cyclosporin A
•Herzglykoside: Digoxin
•Opioide: Morphin
•Antiarrhythmika: Verapamil
•Antibiotika: Sparfloxacin
•Glukokortikoide: Dexamethason
•Sedativa/Anästhetika: Acepromazin, Butorphanol
𝗚𝗿𝘂𝗽𝗽𝗲 𝗖 – 𝗠𝗶𝘁 𝗩𝗼𝗿𝘀𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗶𝗻 𝗴𝗲𝗽𝗿ü𝗳𝘁𝗲𝗿 𝗗𝗼𝘀𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴 𝘃𝗲𝗿𝘄𝗲𝗻𝗱𝗲𝗻:
•Präparate wie Selamectin (Stronghold®), Milbemax®, Advocate
𝑾𝒊𝒆 𝒊𝒉𝒓 𝒔𝒆𝒉𝒕 , 𝒃𝒆𝒕𝒓𝒊𝒇𝒇𝒕 𝒅𝒂𝒔 𝒆𝒊𝒏𝒊𝒈𝒆 𝑺𝒑𝒂𝒓𝒕𝒆𝒏 𝒎𝒆𝒉𝒓 𝒂𝒍𝒔 𝒏𝒖𝒓 𝒅𝒂𝒔 𝑷rä𝒑𝒂𝒓𝒂𝒕 𝑰𝒗𝒆𝒓𝒎𝒆𝒄𝒕𝒊𝒏. 𝑰𝒄𝒉 𝒉𝒂𝒃𝒆 𝒔𝒆𝒍𝒃𝒔𝒕 𝑻rä𝒈𝒆𝒓 𝒖𝒏𝒅 𝒇𝒓𝒆𝒊𝒆 𝒖𝒏𝒅 𝒍𝒂𝒔𝒔𝒆 𝒊𝒎𝒎𝒆𝒓 𝒖𝒏𝒅 𝒔𝒕𝒆𝒕𝒔 𝒋𝒆𝒅𝒆𝒏 𝒎𝒊𝒕 𝒗𝒐𝒍𝒍𝒌𝒐𝒎𝒎𝒆𝒏 𝒖𝒏𝒃𝒆𝒅𝒆𝒏𝒌𝒍𝒊𝒄𝒉𝒆𝒏 𝑴𝒆𝒅𝒊𝒌𝒂𝒎𝒆𝒏𝒕𝒆𝒏 𝒃𝒆𝒉𝒂𝒏𝒅𝒆𝒍𝒏. 𝑫𝒂𝒔 wü𝒓𝒅𝒆 𝒊𝒄𝒉 𝒂𝒖𝒄𝒉 𝒋𝒆𝒅𝒆𝒎 𝒆𝒎𝒑𝒇𝒆𝒉𝒍𝒆𝒏.
𝗖𝗼𝗹𝗹𝗶𝗲 𝗘𝘆𝗲 𝗔𝗻𝗼𝗺𝗮𝗹𝘆 (𝗖𝗘𝗔)
CEA ist eine erbliche Augenerkrankung mit autosomal-rezessivem Erbgang. Sie beeinträchtigt die Aderhautentwicklung und kann unterschiedlich schwer verlaufen. Während leichte Verläufe kaum das Sehvermögen einschränken, können schwerere Formen zu Kolobomen (Gewebedefekten im Bereich des Sehnervs), Netzhautablösungen und Blutungen führen. Eine vollständige Erblindung tritt nur selten auf.
Genetische Ausprägung:
𝗙𝗿𝗲𝗶
Der Hund besitzt keine Mutation im betreffenden Gen. Er selbst ist nicht betroffen und kann die Veranlagung nicht vererben.
𝗧𝗿ä𝗴𝗲𝗿
Der Hund trägt eine gesunde und eine mutierte Genkopie. Es ist unwahrscheinlich, dass er selbst erkrankt.
𝗕𝗲𝘁𝗿𝗼𝗳𝗳𝗲𝗻
Der Hund trägt zwei mutierte Genkopien und gibt die Mutation an alle Nachkommen weiter. Wird sehr wahrscheinlich erkranken.
𝗗𝗲𝗴𝗲𝗻𝗲𝗿𝗮𝘁𝗶𝘃𝗲 𝗠𝘆𝗲𝗹𝗼𝗽𝗮𝘁𝗵𝗶𝗲 (𝗗𝗠)
Die degenerative Myelopathie ist eine fortschreitende Erkrankung des Rückenmarks, die meist bei älteren Hunden auftritt – typischerweise im Alter von 7 bis 14 Jahren. Erste Anzeichen sind Koordinationsstörungen und Muskelschwäche in den Hinterbeinen.
Im Verlauf zeigt der Hund ein unkoordiniertes Gangbild, schleift die Hinterpfoten und nutzt dabei oft die Krallen ab. Dies kann anfänglich mit Arthrose oder Spondylose verwechselt werden. Im späteren Verlauf kommt es zu einer vollständigen Lähmung der Hinterläufe, oft begleitet von Inkontinenz sowie Störungen des Gleichgewichts.
Im Endstadium kann auch die Muskulatur der Vordergliedmaßen und schließlich lebenswichtige Strukturen wie die Atemmuskulatur betroffen sein, was in vielen Fällen eine Einschläferung erforderlich macht. Der Krankheitsverlauf variiert: Während manche Tiere binnen weniger Monate schwere Symptome entwickeln, können andere über Jahre relativ stabil bleiben.
𝗖𝗮𝗻𝗶𝗻𝗲 𝗠𝘂𝗹𝘁𝗶𝗳𝗼𝗸𝗮𝗹𝗲 𝗥𝗲𝘁𝗶𝗻𝗼𝗽𝗮𝘁𝗵𝗶𝗲 𝗧𝘆𝗽 𝟭 (𝗖𝗠𝗥𝟭)
CMR1 ist eine vererbte Augenerkrankung, bei der sich mehrere degenerative Läsionen auf der Netzhaut entwickeln. Die Krankheit tritt in jungen Jahren (etwa ab der 13. Woche) auf und zeigt sich durch subretinale (also unter der Netzhaut) , pigmentierte Flecken und Veränderungen der Reflexion im Augenhintergrund.
Diese Läsionen heben die Netzhaut punktuell an. Mit zunehmendem Alter kann es zu Veränderungen der Pigmentierung und Gewebestruktur kommen, die das Sehvermögen beeinträchtigen.
𝗛𝗦𝗙𝟰 – 𝗛𝗲𝗿𝗲𝗱𝗶𝘁ä𝗿𝗲 𝗞𝗮𝘁𝗮𝗿𝗮𝗸𝘁 (𝗛𝗖)
Erbliche Katarakte zählen zu den häufigsten Ursachen für Erblindung bei Hunden. Die Erkrankung manifestiert sich oft schon früh im Leben und schreitet kontinuierlich voran, bis es zur vollständigen Erblindung kommt.
Die einzige effektive Behandlungsmöglichkeit besteht in einem chirurgischen Eingriff. Hunde, die beide Kopien des mutierten Gens (homozygot) tragen, zeigen meist schwerere Verlaufsformen als Tiere mit nur einer Genveränderung (heterozygot).
𝗣𝗿𝗼𝗴𝗿𝗲𝘀𝘀𝗶𝘃𝗲 𝗥𝗲𝘁𝗶𝗻𝗮𝗮𝘁𝗿𝗼𝗽𝗵𝗶𝗲 (𝗽𝗿𝗰𝗱-𝗣𝗥𝗔)
Die progressive Retinaatrophie, insbesondere die prcd-Form (progressive rod-cone degeneration), ist eine genetisch bedingte Erkrankung der Netzhaut, die bei vielen Hunderassen vorkommen kann. Dabei sterben zuerst die lichtempfindlichen Stäbchenzellen ab, was zu Nachtblindheit führt. Im weiteren Verlauf degenerieren auch die Zapfenzellen, sodass der Hund letztlich auch bei Tageslicht nicht mehr sehen kann.
Die Symptome beginnen meist im Jugend- oder jungen Erwachsenenalter, können jedoch rasseabhängig variieren. Aufgrund der schwierigen klinischen Diagnose ist ein Gentest ein wichtiges Hilfsmittel für Tierärzte und Züchter, um die Erkrankung frühzeitig zu erkennen oder auszuschließen.
𝗡𝗲𝘂𝗿𝗼𝗻𝗮𝗹𝗲 𝗖𝗲𝗿𝗼𝗶𝗱-𝗟𝗶𝗽𝗼𝗳𝘂𝘀𝘇𝗶𝗻𝗼𝘀𝗲 (𝗡𝗖𝗟 – 𝗞𝗼𝗺𝗯𝗶𝘃𝗮𝗿𝗶𝗮𝗻𝘁𝗲)
Diese neurologische Erbkrankheit tritt insbesondere bei bestimmten Hütehundrassen wie dem Australian Shepherd und Miniature American Shepherd in zwei bekannten Varianten auf (Standardform und spätere Verlaufsform).
Die betroffenen Tiere zeigen neurologische Auffälligkeiten wie Unruhe, Aggression, Sinnesstörungen, Hyperaktivität und epileptische Anfälle. Im weiteren Verlauf verlieren sie zunehmend die Kontrolle über Bewegungen (Ataxie) und zeigen psychische Veränderungen. Die Krankheit führt fortschreitend zu schwerer neurodegenerativer Schädigung (Nervenschädigung).
𝗛𝘆𝗽𝗲𝗿𝘂𝗿𝗶𝗸𝗼𝘀𝘂𝗿𝗶𝗲 / 𝗕𝗶𝗹𝗱𝘂𝗻𝗴 𝘃𝗼𝗻 𝗨𝗿𝗮𝘁𝘀𝘁𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 (𝗛𝗨𝗨, 𝗦𝗟𝗖)
Diese Erkrankung äußert sich durch eine übermäßige Ausscheidung von Harnsäure, was die Bildung von Blasen- oder Nierensteinen begünstigt. Besonders häufig tritt sie bei anderen Rassenauf, aber kommt auch beim Aussie vor.
𝗠𝗮𝗹𝗶𝗴𝗻𝗲 𝗛𝘆𝗽𝗲𝗿𝘁𝗵𝗲𝗿𝗺𝗶𝗲 (𝗠𝗛)
Diese seltene genetische Erkrankung äußert sich nach Gabe bestimmter Narkosemittel wie Succinylcholin oder flüchtigen Anästhetika. Dabei kommt es zu lebensbedrohlichen Reaktionen wie Muskelverkrampfungen, Hitzestau, Herzproblemen und Organversagen. Die Symptome können mit dem Medikament "Dantrolen" behandelt werden, müssen jedoch frühzeitig erkannt werden.
𝗕𝗿𝗮𝗰𝗵𝘆𝘂𝗿𝗶𝗲 (𝗕𝗼𝗯𝘁𝗮𝗶𝗹-𝗚𝗲𝗻 / 𝗞𝘂𝗿𝘇𝘀𝗰𝗵𝘄𝗮𝗻𝘇, T-Box-Mutation)
Bei Hunden mit natürlichem Stummelschwanz liegt häufig eine Mutation im T-Box-Gen vor. Diese Veränderung beeinflusst die Entwicklung der Schwanzwirbel. Je nach Genkombination zeigt sich ein kurzer oder normaler Schwanz. Zwei mutierte Genkopien (T/T) führen zu schwerwiegenden Fehlbildungen und sind meist nicht lebensfähig, können schon im Mutterleib sterben oder kurz nach der Geburt.
𝗙𝗿𝗲𝗶(𝗚𝗲𝗻𝗼𝘁𝘆𝗽: 𝗡/𝗡)(+/+)
Zwei normale Genkopien führen zu einem voll ausgebildeten Schwanz. Der Hund kann keine Kurzschwanznachkommen durch Vererbung erzeugen.
𝗧𝗿ä𝗴𝗲𝗿 (𝗚𝗲𝗻𝗼𝘁𝘆𝗽: 𝗡/𝗧)(+/-)
Ein natürlich verkürzter Schwanz. Diese Hunde vererben die Mutation mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 %. Eine Paarung mit einem weiteren Träger sollte vermieden werden
𝗕𝗲𝘁𝗿𝗼𝗳𝗳𝗲𝗻 (𝗚𝗲𝗻𝗼𝘁𝘆𝗽: 𝗧/𝗧)(-/-)
Diese Kombination ist letal. Embryos mit zwei mutierten Genen überleben meist nicht oder zeigen schwerste Missbildungen wie Spina bifida.
𝗝𝘂𝗻𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻𝗮𝗹𝗲 𝗘𝗽𝗶𝗱𝗲𝗿𝗺𝗼𝗹𝘆𝘀𝗶𝘀 𝗕𝘂𝗹𝗹𝗼𝘀𝗮 (𝗝𝗘𝗕, 𝗟𝗔𝗠𝗕𝟯-𝗯𝗲𝗱𝗶𝗻𝗴𝘁)
Diese schwerwiegende genetische Hauterkrankung wird durch eine rezessive Mutation im LAMB3-Gen verursacht. Die Erkrankung beeinträchtigt die Stabilität der Haut erheblich. Betroffene Welpen zeigen bereits in den ersten Lebensmonaten Wachstumsstörungen und entwickeln schmerzhafte Läsionen im Maul, den Ohren und im Rachenraum. Weitere Hautgeschwüre treten häufig an empfindlichen Stellen wie Bauch, Pfoten und Gelenken auf.
Die Veränderungen sind in der Regel so gravierend, dass eine Euthanasie meist innerhalb der ersten sechs Lebensmonate notwendig ist.
𝗣𝗿𝗶𝗺ä𝗿𝗲 𝗭𝗶𝗹𝗶ä𝗿𝗲 𝗗𝘆𝘀𝗸𝗶𝗻𝗲𝘀𝗶𝗲 (𝗣𝗖𝗗)
Die primäre ziliäre Dyskinesie ist eine erblich bedingte Störung, bei der die Zilien, winzige Härchen, die für Schleimtransport in den Atemwegen verantwortlich sind, nicht richtig funktionieren. Diese Form der Erkrankung, bedingt durch eine rezessive STK36-Mutation, ist beim Australian Shepherd bekannt.
Symptome treten meist früh auf und äußern sich durch chronische, wiederkehrende Atemwegsinfekte, begleitet von Niesen und eitrigem Nasenausfluss. Unterstützende Therapien wie Kortison oder Inhalationen können die Beschwerden lindern, jedoch bleibt der Hund anfällig für weitere Infekte.
𝗛𝘆𝗽𝗼𝘀𝗲𝗴𝗺𝗲𝗻𝘁𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴 𝘃𝗼𝗻 𝗚𝗿𝗮𝗻𝘂𝗹𝗼𝘇𝘆𝘁𝗲𝗻 (𝗛𝗚)
HG ist eine gutartige Veränderung der weißen Blutkörperchen (Granulozyten), bei der der Zellkern ungewöhnlich wenige Segmente aufweist. Diese primäre Form wird durch eine rezessive Mutation im LMBR1L-Gen ausgelöst.
Während der normale Zellkern zwei bis vier Segmente aufweist, sind es bei betroffenen Hunden meist weniger. Obwohl dieser Zelltyp bei Menschen mit der Pelger-Huët-Anomalie vergleichbar ist, scheint die Mutation bei Hunden keine negativen Auswirkungen auf das Immunsystem zu haben.
Da die HG auch sekundär, etwa durch Leukämie oder Bestrahlung entstehen kann, ist ein genetischer Nachweis hilfreich, um harmlose Veränderungen von ernsten Erkrankungen zu unterscheiden.
𝗘𝘅𝗲𝗿𝗰𝗶𝘀𝗲-𝗜𝗻𝗱𝘂𝗰𝗲𝗱 𝗖𝗼𝗹𝗹𝗮𝗽𝘀𝗲 (𝗘𝗜𝗖)
Diese autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung betrifft die neuromuskuläre Steuerung nach intensiver körperlicher Belastung. Eine Mutation im DNM1-Gen führt zu einer Störung des Dynamin-1-Proteins, das für die Signalübertragung an Nervenzellen wichtig ist.
Typische Anzeichen sind Zusammenbrüche nach körperlicher Anstrengung, die in der Regel 10 Minuten andauern. Die meisten Hunde erholen sich vollständig nach etwa 30 Minuten. In seltenen Fällen kann der Kollaps aber auch tödlich verlaufen.
𝗩𝗼𝗻-𝗪𝗶𝗹𝗹𝗲𝗯𝗿𝗮𝗻𝗱-𝗞𝗿𝗮𝗻𝗸𝗵𝗲𝗶𝘁 𝗧𝘆𝗽 𝟭 (𝘃𝗪𝗗 𝗜)
Diese häufige Blutgerinnungsstörung ist durch einen Mangel am von-Willebrand-Faktor (vWF) gekennzeichnet. Die Typ-I-Form ist die mildeste Ausprägung und wird rezessiv vererbt, bei bestimmten Rassen wie Dobermann und Kromfohrländer kann jedoch auch ein unvollständig dominanter Erbgang vorliegen. Betroffene Hunde neigen zu verlängerten Blutungen bei kleineren Verletzungen, Zahnausfall, Operationen oder spontanen Blutungen wie Nasen- oder Zahnfleischbluten.
𝗔𝗰𝗵𝗿𝗼𝗺𝗮𝘁𝗼𝗽𝘀𝗶𝗲 𝗧𝘆𝗽 𝟯 (𝗧𝗮𝗴𝗲𝘀𝗯𝗹𝗶𝗻𝗱𝗵𝗲𝗶𝘁)
Achromatopsie 3, auch bekannt als Zapfendegeneration oder Hemeralopie, ist eine erbliche Augenerkrankung, die durch eine rezessive CNGB3-Mutation verursacht wird.
Die betroffenen Hunde zeigen bereits im Alter von 8 bis 12 Wochen Anzeichen von Lichtempfindlichkeit und Unfähigkeit, bei Tageslicht zu sehen. Das Sehen bei schwachem Licht bleibt lebenslang erhalten.
Vielleicht wird jetzt auch deutlich, wie wichtig es ist, untersuchte Elterntiere zu haben. Viele Gen- Krankheiten kann man so verhindern oder sogar ausmerzen.
Auch wenn ihr von "nicht-Züchtern" kaufen möchtet , die Aussie A und Aussie B miteinander verpaaren, lasst euch die Tests zeigen oder kauft zumindest dort, wo die Tests gemacht wurden.
Diese Gentest können über zb Laboklin und Certagen gemacht werden, es gibt auch Labore , die mit 100 oder 200 Gentest's werben , da sind aber einfach so viele unaussagekräftige Tests dabei , die für andere Rassen entwickelt wurden und somit einfach nicht sinnig.
𝐈𝐜𝐡 𝐝𝐚𝐧𝐤𝐞 𝐟𝐮̈𝐫𝐬 𝐥𝐞𝐬𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐡𝐨𝐟𝐟𝐞, 𝐝𝐚𝐦𝐢𝐭 𝐡𝐚𝐛𝐭 𝐢𝐡𝐫 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐧 𝐔̈𝐛𝐞𝐫𝐛𝐥𝐢𝐜𝐤, 𝐰𝐞𝐥𝐜𝐡𝐞 𝐆𝐞𝐧𝐭𝐞𝐬𝐭'𝐬 𝐞𝐬 𝐠𝐢𝐛𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐰𝐚𝐬 𝐬𝐢𝐞 𝐛𝐞𝐝𝐞𝐮𝐭𝐞𝐧.
©𝐒𝐨𝐩𝐡𝐢𝐞 𝐇𝐚𝐛𝐞𝐫𝐞𝐫
𝐅𝐚𝐜𝐞𝐛𝐨𝐨𝐤: 𝐒𝐨𝐩𝐡𝐢𝐞 𝐇𝐚
𝐈𝐧𝐬𝐭𝐚𝐠𝐫𝐚𝐦: 𝐦𝐚𝐫𝐥𝐞𝐲𝐭𝐡𝐞𝐜𝐨𝐧𝐪𝐮𝐞𝐫
𝐇𝐏: 𝐰𝐰𝐰.𝐦𝐚𝐫𝐥𝐞𝐲𝐮𝐧𝐝𝐟𝐫𝐞𝐮𝐧.𝐝𝐞
𝐊𝐞𝐧𝐧𝐞𝐥: 𝐋𝐞𝐠𝐞𝐧𝐝𝐚𝐫𝐲 𝐒𝐨𝐮𝐥𝐬
#marleyundfreunde
#legendarysouls